PlasmidGate – FAQ

Zuletzt aktualisiert: 09.01.2024

Rund um das Thema PlasmidGate bzw. die Verunreinigung von modifizierter mRNA (modRNA)-basierten Covid-19 Injektionen mit DNA-Rückständen kursieren derzeit viele falsche Informationen in Form sogenannter Faktenchecks. Diese manipulieren üblicherweise mit Appellen an eine Autorität (sogenannte Experten, Behörden, etc.), unvollständiger Darstellung von Informationen, Angriffen auf Personen jenseits der Fragestellung sowie frei erfundenen Darstellungen. Nachfolgend werden die wichtigsten Fragen rund um PlasmidGate beantwortet.


Was bedeutet PlasmidGate? Was sind Plasmide?

Plasmide sind ringförmige DNA-Sequenzen, die hauptsächlich in Bakterien vorkommen. Sie lassen sich recht einfach gentechnisch verändern. Nach der gewünschten gentechnischen Veränderung der Plasmide („Maßschneiderung“ im Labor) werden diese in Bakterienzellen eingebracht und bereits seit Jahrzehnten zur biotechnologischen Herstellung von Arzneimitteln und anderen Substanzen verwendet. Die Involvierung von Plasmiden zur Herstellung von Injektionen ist an sich nicht ungewöhnlich. Da sie im Körper aber entzündliche Reaktionen hervorrufen können und auch onkogenes (krebserregendes) Potenzial haben, müssen sie vor der Anwendung medizinischer Produkte entfernt werden.

Der Zusatz “Gate” stammt ursprünglich vom Watergate-Skandal und wird gerne als Zusatz an ein Stichwort gehängt, um zu kennzeichnen, dass es sich um einen Skandal oder sonstigen Missstand handelt, der von engagierten Leuten aufgedeckt worden ist.

Befinden sich DNA-Rückstände in modRNA-basierten Covid-Injektionen?

Ja, das ist gesichert. Die Hersteller selbst geben dies in ihren Überprüfungen an. Grundsätzlich sind Rückstände von im Produktionsprozess verwendeten Substanzen nicht völlig vermeidbar. Deswegen gibt es Grenzwerte. Diese, sowie die Messmethode der Hersteller, sind allerdings umstritten.

Gibt es einen DNA-Grenzwert für Impfstoffe? Wie hoch ist der?

Ja, es gibt einen Grenzwert für Impfstoffe für in Lösung frei vorliegende DNA und er beträgt 10 ng DNA / Dosis. Diese Zahl ist 1998 von der WHO für „zelluläre DNA Rückstände“ in Impfstoffen, die in Produktions-Zelllinien tierischen Ursprungs hergestellt werden, festgelegt worden (sogenannten “continuous cell lines”).

Die modRNA der Covid-19 Injektionen werden jedoch in Bakterienzellen (E. coli) hergestellt. Wie sich die Anwendung dieses Grenzwertes von <10 ng DNA / Dosis für die Covid-19 Injektionen begründet und ob dieser überhaupt sachgerecht ist, wird derzeit von kritischen Fachleuten vehement hinterfragt.

Was bedeutet, dass der Grenzwert für die modRNA nicht angemessen ist?

Die WHO-Publikation von 1998 bezieht sich auf frei vorliegende DNA in einer Impfdosis. Diese wird im Körper im Normalfall innerhalb einiger Minuten abgebaut. In den modRNA-basierten Covid-19 Injektionen liegen die DNA-Rückstände aufgrund des biotechnischen Herstellprozesses als DNA-Bruchstücke vor, und diese werden großteils zusammen mit der RNA in die Lipid-Nanopartikel verpackt. Dadurch sind sie gut vor Abbau geschützt und werden in die menschlichen Zellen geschleust.

Für dieses Szenario ist nie ein Grenzwert für die Produktsicherheit ermittelt worden. Deswegen sind auch DNA-Rückstände unter dem Grenzwert mit Vorsicht zu genießen.

Wie viel DNA ist in den modRNA-basierten Covid-Injektionen enthalten?

Laut Hersteller liegen alle überprüften Chargen unter dem Grenzwert. Sie haben allerdings eine ungeeignete Methode verwendet, nämlich PCR. Diese findet nur das, wonach man sucht, also keine unbekannten DNA- Bruchstücke.

Insgesamt neun Arbeitsgruppen aus den USA, Kanada, Deutschland und Japan haben die Verunreinigung bisher in Pfizer und Moderna Covid-19 Injektionen (Comirnaty, Spikevax) bestätigt. Zumindest vier Arbeitsgruppen davon haben mit anderen Testmethoden deutlich höhere DNA Verunreinigung festgestellt. Der Grenzwert wurde in nahezu allen Proben um mehrere 100 mal überschritten.

Was bedeutet qPCR? Was bedeutet Fluorimetrie?

qPCR steht für quantitative Polymerase chain reaction. Dabei wird eine Nukleinsäure-Sequenz (DNA oder RNA) vervielfältigt, um sie mengenmäßig bestimmen zu können. Aus dem Ergebnis kann auf den ursprünglichen Gehalt rückgerechnet werden. Wichtig ist dabei, dass der Start der Vervielfältigung mittels sogenannter Primer funktioniert. Das sind kurze Sequenzen anhand derer das Enzym (Polymerase), das die Verlängerung der Zielsequenz vollzieht, „weiß“ wo es anfangen soll. Diese Primer werden für jede Zielsequenz eigens hergestellt. Für alle Arten von PCR muss man also vorher genau wissen, wonach (also nach welcher Zielsequenz) man sucht.

Bei Fluorimetrie werden Nukleinsäuren (DNA oder RNA) indirekt über einen Fluoreszenz-Farbstoff nachgewiesen. Diese Methode eignet sich hervorragend, um Doppelstrang-DNA (dsDNA), Einzelstrang-DNA (ssDNA) und Oligo-Nukleotide, RNA und auch Proteine spezifisch zu bestimmen. Dazu wird der zu testenden Probe ein fluoreszierender Farbstoff zugesetzt und anschließend mit UV-Licht bestrahlt, woraufhin die zu messende Nukleinsäure in der Probe sichtbares Licht abstrahlt. Damit kann man deren Gehalt direkt messen. Länge und Zusammensetzung der Sequenz muss nicht bekannt sein, man kann also Bruchstücke und Rückstände gut erfassen.

Wie kommt es zu DNA-Rückständen?

RNA-Produkt werden im Großmaßstab und zu angemessenen Produktionskosten nicht direkt hergestellt, sie werden hingegen mittels einer DNA-Vorlage (Template) hergestellt. Nach der biotechnischen Produktion (Fermentation) der RNA, wird die RNA aus einem komplexen Substanzgemisch (aus z.B. Bakterienzellen und -bruchstücken, Substraten, Proteinen, DNA, RNA) abgetrennt und prozesstechnisch aufgereinigt. Dazu wird die DNA zerkleinert und prozesstechnisch abgetrennt. Bei der Covid-19 modRNA erfolgt die Zerkleinerung wird mit dem Enzym DNAse I (biologisch aktives Protein).

Die Abtrennung der DNA-Bruchstücke erfolgt im Herstellprozess von Comirnaty oder auch Spikevax mittels Ultrafiltration und Diafiltration. Die Eignung eines Herstellprozesses ist durch eine sogenannte Prozessvalidierung und analytische Testung von Prozessproben sicherzustellen.

Was hat es mit dem SV40 Enhancer auf sich?

In den Plasmiden von BioNTech ist der SV40 Promoter nachgewiesen worden. Ein Promoter ist zunächst eine Sequenz, welche die Ablesung eines nachfolgenden Gens beschleunigt oder erst ermöglicht. Dieser Promoter besteht aus zwei Teilsequenzen, nämlich dem origin-of-replication (ORI) sowie dem enhancer.

Ein ORI ist ein Startpunkt zur Verdopplung eines DNA-Strangs. Im Plasmid dient er vermutlich der beschleunigten Herstellung in den Bakterien. Dies bleibt zunächst eine Mutmaßung, da der Promoter nur im Plasmid von BioNTech, nicht in jenem von Moderna enthalten ist.

Der SV40 enhancer ist ein bekanntes Konstrukt in der Gentherapie. An diese Sequenz binden besonders gut Proteine mit einer sogenannten nuclear targeting sequence (NTS). Letztere ist ein Teil des Proteins, das den Zellkern aufsperrt und eine DNA-Sequenz einschleust.

Ist der SV40 Enhancer überhaupt in den Rückständen enthalten?

Ja, davon ist derzeit auszugehen. Der SV40 enhancer ist ca. 70 Basenpaare (bp) lang (eine Base ist der Grundbaustein von Nukleinsäuren). Die DNA-Rückstände sind unterschiedlich lang, der Großteil jedoch länger als 100 bp. D. h. es kann angenommen werden, dass der SV40 enhancer auf einigen DNA-Fragmenten nahezu sicher vorhanden ist.

Sind die Rückstände gefährlich? Kann man dadurch Krebs bekommen?

Die Folgen sind derzeit noch nicht absehbar. Prinzipiell entarten Zellen im menschlichen Körper regelmäßig und werden von zelleigenen Mechanismen ausgeschaltet. Versagen diese, wird die entartete Zelle vom Immunsystem angegriffen. Der Körper hat Sicherheitsmechanismen und Krebs entsteht also nicht einfach so.

Die Covid-19 Injektionen bringen eine potenziell hohe Dosis an DNA per Lipid-Nanopartikel schnell in Zellen ein. So kann zum einen das Immunsystem überfordert sein, noch dazu wo es mit den Spike-Proteinen aus der ‚körperfremden‘ RNA beschäftigt ist. Zum anderen gibt es immunprivilegierte Zellen, die vom Immunsystem in Ruhe gelassen werden. Stammzellen sind in diesem Zusammenhang womöglich problematisch.

Ich habe mich mit modRNA impfen lassen. Soweit ist nichts passiert, aber ich möchte es nicht auf Krebs anlegen. Kann ich etwas dagegen tun?

Ja, man kann etwas dagegen tun und man muss das Rad nicht neu erfinden. Es gelten die bis vor 2020 noch bekannten Empfehlungen zum Gesundheitsverhalten: Bewegung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Vermeidung von Stress, Vermeidung von Tabakrauch, usw. Es muss freilich nicht alles erfüllt sein, man sollte nach seinen Möglichkeiten einen gesunden Lebensstil pflegen. Dies war auch in der Krebsprävention bis vor 2020 allgemein anerkannt.

Können DNA-Rückstände das Erbgut verändern? Können die Änderungen auf Nachkommen übertragen werden?

Studien zeigen, dass zwischen 5 und 10% der DNA, die in eine Zelle gelangt, stabil ins Erbgut der Zelle integriert wird. Stabil bedeutet in diesem Zusammenhang zumindest einige Wochen in Zellkulturen. Ob diese Integration in funktionalen oder nicht-funktionalen Erbgut-Abschnitten geschieht ist zufällig.

Die Lipid-Nanopartikel können Keimzellen (männliche Spermien und weibliche Eizellen) jedenfalls erreichen. Auch von der Integration in einen funktionalen Abschnitt des Erbguts in manchen Fällen kann ausgegangen werden. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass tatsächlich ein lebensfähiger Organismus entsteht, ist derzeit nicht bekannt.

Die DNA-Rückstände sind relativ klein. Das richtet doch keinen Schaden an?

Auf die Länge der Fragmente kommt es nicht an, sondern auf die Menge. Je mehr Fragmente vorhanden sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Integration in das Erbgut. Sehr lange Fragmente sind sperrig, können nur schlecht integriert werden. Ganz kurze Fragmente schlüpfen aus dem Zellkern leichter wieder hinaus.

Die Mehrheit der nachgewiesenen DNA-Fragmente in den Covid-19 Injektionen ist allerdings zwischen 50 und 200 Basenpaare lang. Gerade diese Längenverteilung sollte keinesfalls einfach weggeredet werden, da weder kurzfristige oder langfristige Auswirkungen weder bekannt noch erforscht sind.

Wieso haben die behördlichen Kontrolllabore nie Alarm geschlagen?

Die sogenannten Official Medicines Control Laboratories (OMCL) der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) überprüfen – nach ihren eigenen Angaben – nur eine geringe Anzahl an Testparametern. Dazu gehören zum Beispiel sehr einfach überprüfbare Parameter wie Farbe und Trübe der Lösung. Rückstände aus dem Produktionsprozess werden von diesen Laboren nicht überprüft. Sie verlassen sich dazu auf die Angaben des Herstellers und dessen Analysenergebnisse (Prüfzertifikate).

Das OMCL in Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), in Österreich das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) bzw. die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Wieso informiert GGI zu PlasmidGate? Habt ihr dazu Expertise?

Ja, unsere Ansprechperson zu PlasmidGate ist Dr. Monika Henninger-Erber. Monika ist promovierte Naturwissenschaftlerin und hat ca. 25 Jahre Berufserfahrung in der biotechnischen Entwicklung, Herstellung und Analytik von Arzneimitteln (Biopharmazeutika) in der internationalen Pharma-Branche. Derzeit ist sie selbstständige Beraterin für nachhaltiges Wirtschaften.

Darüber hinaus arbeiten uns erfahrene und langjährige Experten aus Molekularbiologie, Biodiagnostik und Biotechnologie zu. Mit manchen Arbeitsgruppen, welche die überhöhten DNA-Verunreinigungen in Covid-19 Injektionen ermittelt haben, stehen wir ebenso in fachlichem Kontakt.

Will GGI Angst machen und Menschen verunsichern, die sich Covid-19 Injektionen spritzen haben lassen?

GGI will in keinster Weise Menschen Angst machen oder verunsichern. Es ist uns jedoch wichtig, dass derart relevante Informationen wie DNA-Rückstände in den Covid-19 Injektionen nicht unter den Teppich gekehrt oder bewusst verschwiegen werden. Berichte zu Rückständen liegen seit Beginn 2023 vor von unabhängigen Testlabors aus verschiedenen Ländern (USA, Kanada, Deutschland)! Die Behörden und Hersteller schweigen dazu. Erneut wurden Chargen gekauft und Covid-19 “Impf-Aufrufe” vom österreichischen oder auch dem deutschen Gesundheitsminister getätigt.

GGI ist es wichtig, dass Menschen bestmöglich und umfassend informiert sind. Keinesfalls darf eine Entscheidung für eine Impfung oder auch jegliche andere medizinische Behandlung aufgrund von politischem oder gesellschaftlichem Druck, Halb- oder Falschinformation, finanziellen oder aus sozialen Gründen (wie einer Arbeit nachgehen, sich mit Familienangehörigen oder Freunden treffen, in einen Verein gehen, Urlaub machen, am sozialen oder gesellschaftlichen Leben teilnehmen, etc.) erfolgen! GGI setzt sich für selbstbestimmte und informierte medizinische Entscheidungen ein.

Wie ordnet GGI die Problematiken rund um PlasmidGate ein? Müssen sich modRNA Geimpfte große Sorgen machen?

In erster Linie erachten wir PlasmidGate als Prüfskandal. Möglicherweise bestehen auch Mängel im großtechnischen Herstellverfahren. Behördlich zu prüfen ist auch, inwieweit Prozessvalidierungen zwischen den verschiedenen Herstell-Standorten erfolgt sind (sogenannte Cross-Validierungen der Herstell-Standorte) und die Hersteller reproduzierbar und verlässlich modRNA Produkte in der erforderlichen Qualität und Reinheit herstellen.

Die modRNA Produkte, wie sie erstmalig in diesem Ausmaß als Covid-19 Injektionen weltweit an Menschen verabreicht wurden, sind jedenfalls neu und wenig erforscht. Gerade auch aus diesen Gründen wäre eine verstärkte Qualitätskontrolle auf Seiten der Aufsichtsbehörden mehr als angemessen gewesen.

Auch die präklinischen bzw. klinischen Prüfungen vor der bedingten Zulassung und dem Start der „Verimpfung“ waren bekanntlich aus Zeitgründen reduziert. Daten zu Nebenwirkungen waren ebenso limitiert vorhanden bzw. den Menschen oder auch Ärzten kaum oder nicht bekannt. Auch Langzeitfolgen waren und sind weder erforscht noch bekannt.

Ob und wenn ja welche gesundheitlichen Folgen das für Geimpfte hat, ist derzeit nicht klar. Es gibt bereits erste Hinweise, dass hohe DNA-Rückstände in Comirnaty oder Spikevax mit erhöhtem Aufkommen an Nebenwirkungen verknüpft sein könnten.

Wie kann man feststellen, ob PlasmidGate langfristige Folgen haben wird?

Bei Untätigkeit der Gesundheitsbehörden werden sich allfällige Folgen in den kommenden Jahren bis Jahrzehnten herausstellen.

Es gibt auch eine Möglichkeit, sofort aktiv zu werden. Stammzellen aus Proben modRNA-geimpfter Spender können mit bioinformatischen Methoden darauf überprüft werden, ob und wenn ja welche Änderungen im Erbgut passiert sind sowie ob diese Änderungen mit der Entstehung von Tumoren in Verbindung stehen. Die Kosten dafür schätzen wir mit einigen 100 bis 1000 € ein, was angesichts der Milliarden € unter dem Motto “Koste es, was es wolle” nicht ins Gewicht fällt.

Bauen sich die DNA-Rückstände von selbst wieder ab?

Da es sich um Biomoleküle handelt, kann man von einem Abbau ausgehen. DNA, die nicht von Lipid-Nanopartikeln geschützt ist, wird innerhalb von Minuten abgebaut. DNA wird auch innerhalb einer Zelle abgebaut. Problematisch ist der Anteil, der es in den Zellkern schafft. Deren teilweiser Einbau ins Erbgut ist möglich.

Viele Zellen haben nur begrenzte Teilungskapazität und teilen sich recht schnell. Derart wird auch integrierte DNA innerhalb von Tagen bis Wochen wieder abgebaut, wenn auch indirekt. Gleiches gilt für allfällige Entartungen, die von zelleigenen Kontrollen oder dem Immunsystem ausgeschaltet werden.

Wie es um die Aussicht auf stabilen Einbau in Keimzellen steht, ist derzeit nicht bekannt.

Warum geben die Laborgruppen, welche die DNA-Verunreinigungen ermittelt und bestätigt haben, ihre Methoden nicht bekannt?

Diese Verallgemeinerung ist nicht korrekt. Bisher haben vier Labore unabhängig voneinander deutliche DNA-Rückstände ermittelt. Zwei davon haben ihre Untersuchungen vollständig veröffentlicht. Die anderen beiden haben ihre Ergebnisse öffentlich mitgeteilt.

Bei derartigen Kontrollprüfungen greift man idR auf Standardmethoden zurück, weswegen es nicht üblich ist, die Methodik wie in wissenschaftlichen Publikationen mitzuteilen. Für gewöhnlich werden die angewandten Geräte und Prozeduren allerdings auf Anfrage genannt.

Sollte ein Mangel an methodischer Transparenz reklamiert werden, ist es wichtig, nachzufragen, ob der Kritisierende auch tatsächlich um die Information zur Methodik angefragt hat.

Sind anonyme und original verschlossene modRNA-Vials weniger zuverlässig?

Nein, die Unkenntnis des Absenders allein kann ein Ergebnis nicht verzerren.

Sind abgelaufene modRNA-Proben weniger zuverlässig?

Je mehr Zeit vergeht, desto eher zerfallen Inhaltsstoffe. RNA zerfällt im Allgemeinen schneller als DNA, welche in enzymfreien Pufferlösungen aber durchaus Wochen bis Monate haltbar ist. Da PlasmidGate von DNA-Rückständen handelt, sind die Ergebnisse als zuverlässig anzusehen. Auf keinen Fall vermehrt sich DNA von selbst.

Soweit auf RNA untersucht wird, kann es eher sein, dass der Produktgehalt unterschätzt wird. Dieses Problem gibt es aber auch bei nicht abgelaufenen Produkten, deren Inhalt je nach Transport- und Lagerbedingungen kontinuierlich zerfällt und nicht erst ab dem Ablaufdatum.

Sind Ergebnisse von Resten vorab geöffneter Vials glaubwürdig?

Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer DNA-Verunreinigung „von außen“ gegeben. Jedoch haben die Arbeitsgruppen, welche die Rückstände entdeckt und bestätigt haben, mehrere Kombinationen untersucht. Sowohl von Pfizer als auch Moderna sind vorab geöffnete und auch ungeöffnete Fläschchen (Vials) getestet worden. Es wurden von beiden jeweils auch abgelaufene und nicht abgelaufene Covid-19 Injektionen getestet.

Ein Zusammenhang zwischen der getesteten „Probe“ mit dem Ausmaß an DNA-Verunreinigungen konnte nicht festgestellt werden. Auch nicht abgelaufene, ungeöffnete Fläschchen enthalten Rückstände im gleichen Ausmaß wie andere Fläschchen.

Müssen die Labore der unabhängigen Arbeitsgruppen zertifiziert sein?

Nein, eine allfällige Zertifizierung würde sich auf den konkreten Zweck beziehen, nämlich DNA-Verunreinigungen ermitteln und allfällig zusätzliche Qualitätsprüfungen durchführen. Da diese Gruppen erfahren in vergleichbarer molekularbiologischer Arbeit sind, sind den Mitarbeitern die nötigen Chemikalien, Geräte und Arbeitsschritte vertraut. Die Ergebnisse sind nicht allein deshalb „unzuverlässig“, nur weil eine Zertifizierung fehlt.

DNA gelangt doch von außen dauernd in den Körper. Wo ist das Problem?

Im Alltag gelangt fremde DNA hauptsächlich über die Nahrung in den Verdauungstrakt, hat aber dort praktisch keine Chance, überhaupt ins Blut, geschweige denn in Organe zu gelangen. Auch die Lunge hat zwar oft Berührung mit Mikroorganismen und deren DNA, nimmt diese aber höchstens in geringem Ausmaß auf. DNA könnte auch über Schürfwunden o. ä. in den Körper gelangen, diese kommen jedoch normalerweise nicht jeden Tag vor.

In keinem dieser Fälle jedoch gelangt fremde DNA verpackt und geschützt als „Lipid-Nanopartikel“ (wie eben in den Covid-19 Injektionen) relativ einfach in Körperzellen. Darüber hinaus hängt eine mögliche Schadwirkung auch von der Dosis ab. Besonders letztere scheint derzeit auf einzelne Injektionen betrachtet nicht bewertbar.

Warum unterminiert GGI mit den Informationen aus PlasmidGate das Vertrauen in die Impfung?

Impfungen sind ein lukratives Geschäft und sie bergen immer auch Gefahren für die Gesundheit. Kein Arzneimittel ist Nebenwirkungs-frei wie wir alle aufgrund der Beipacktexte und/oder Arztgesprächen wissen.

Um Sicherheit für die KonsumentInnen zu gewährleisten, müssen diese Produkte umfassenden Forschungen, präklinischen und klinischen Prüfungen unterzogen werden, sowie ausreichende Kontrollen bei Herstellung, Transport und Lagerung durchgeführt werden. Bei Verdacht oder konkreten Hinweisen auf Probleme steht es einer zuständigen Behörde nicht gut an, diese aus welchen Gründen auch immer zu ignorieren. Im Gegenteil wären sofortige zusätzliche Prüfungen behördlich anzuordnen.

Ignoranz und Beschwichtigungsversuche zerstören Vertrauen. Wir fordern die Gesundheitsbehörden auf, in Sachen PlasmidGate für Klarheit zu sorgen und Vorsorge zu treffen, falls langfristige Gesundheitsfolgen absehbar werden. Durch umfassende Aufklärung, Transparenz und den Willen zum zweckmäßigen Handeln kann das verloren gegangene Vertrauen wiederhergestellt werden.

Hat PlasmidGate rechtliche Folgen?

Wir gehen davon aus, dass die Überschreitung eines Grenzwertes bei DNA-Rückständen – wobei im Falle der Covid-19 Injektionen die Angemessenheit des Grenzwertes zusätzlich wissenschaftlich zu überprüfen wäre – rechtliche Folgen nach sich ziehen kann. Entscheidend sind hier die konkreten Inhalte der Verträge, und ob ein Verschulden der Hersteller nachgewiesen werden kann. Gegebenenfalls könnten Verträge rückabgewickelt werden, Haftungsfreistellungen könnten ungültig sein. Der Schadenersatz im Fall von Impfschäden muss womöglich ebenfalls überdacht werden.

Was ist Prozess 1 und Prozess 2?

Für die Covid-19 Zulassungsstudie (Prozess 1) einerseits und für die Massenherstellung (Prozess 2) andererseits wurden unterschiedliche Herstellungsprozesse angewandt, jedenfalls seitens BioNTech/Pfizer. Beide Prozesse weisen einige Unterschiede auf, die ohne Kenntnis der Details einzelner Arbeitsschritte auf unterschiedliche Produkte schließen lassen.

Die Herstellung der DNA-Vorlagen (Templates), die für die folgende Herstellung der modRNA benötigt werden, erfolgt auf unterschiedliche Arten. Prozess 1 macht dies biochemisch, d. h. die DNA wird im Reagenzglas hergestellt. Prozess 2 macht dies biotechnisch, d. h. die ringförmige Plasmid-DNA wird zuerst maßgeschneidert und schließlich von Bakterien schneller und in wesentlich höherer Menge (und damit kostengünstiger) hergestellt.

Es gibt Hinweise, dass der enzymatische Zerkleinerungsprozess laufend optimiert wurde, also dass Prozess 2 mehr kleine Fragmente hervorbringt, die entsprechend schwerer nachweisbar sind.

Die Abtrennung erfolgt auf unterschiedliche Arten. Prozess 1 reinigt das modRNA Produkt mittels Magnetfeld, Prozess 2 mittels Ultra- und Diafiltration. Letztere ist billiger, aber unspezifischer.

Wenn sich PlasmidGate nicht bewahrheitet, war dann nicht der ganze Aufwand umsonst?

Nein, denn der Skandal hat sowohl einen besonders negativen als auch einen besonders positiven Aspekt.

Sehr unrühmlich ist das Verhalten der Hersteller, die angesichts des Verdachts eines gravierenden Problems bei der Herstellung und Prüfung der modRNA Produkte nicht reagieren, so es doch um die Gesundheit der Menschen geht. Erschreckend ist auch das Verhalten der kontrollierenden Behörden. Obwohl seit Februar 2023 wiederholt über DNA-Rückstände in Covid-19 Injektionen berichtet wird, ist unbekannt, ob die Behörde Untersuchungen eingeleitet haben. Hingegen wurden die möglichen Verunreinigungen wiederholt nur sehr rasch und allgemein dementiert.

Dem gegenüber steht eine sehr erfreuliche Beobachtung. PlasmidGate hat dazu geführt, dass engagierte SpezialistInnen aus verschiedenen Ländern weltweit über ihre Ansichten zur modRNA-Injektion hinweg zusammenarbeiten, um die Herkunft der Rückstände, deren Ausmaß sowie auch die möglichen Auswirkungen auf Menschen zu ermitteln und zu bestätigen. Das zeigt, dass Hinterfragen und echte Wissenschaft immer noch möglich sind.

Meine Fragen zu PlasmidGate sind hier nicht beantwortet. Was kann ich tun?

Diese Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend erweitert. Gerne beantworten wir deine Frage und erweitern diese FAQ. Schick uns deine Frage an post@ggi-initiative.at.

Gibt es wissenschaftliche Literatur im Zusammenhang mit PlasmidGate?

Der Begriff PlasmidGate selbst kommt in der Primärliteratur nicht vor. Doch es gibt Publikationen, anhand derer man ein (zumindest theoretisches) Gefahrenpotential argumentieren kann.

Lim, S., Yocum, R.R., Silver, P.A. Way, C.J. High spontaneous integration rates of end-modified linear DNAs upon mammalian cell transfection. Sci Rep 13, 6835 (2023). https://doi.org/10.1038/s41598-023-33862-0

Bai H, Lester GMS, Petishnok LC, Dean DA. Cytoplasmic transport and nuclear import of plasmid DNA. Biosci Rep. 2017 Nov 29;37(6):BSR20160616. doi: 10.1042/BSR20160616. PMID: 29054961; PMCID: PMC5705778.

Haraguchi, T., Koujin, T., Shindo, T. et al. Transfected plasmid DNA is incorporated into the nucleus via nuclear envelope reformation at telophase. Commun Biol 5, 78 (2022). https://doi.org/10.1038/s42003-022-03021-8

Radaic, Allan; Paula, Eneida De; Jesus, Marcelo Bispo De. Factorial Design and Development of Solid Lipid Nanoparticles (SLN) for Gene Delivery. Journal of Nanoscience and Nanotechnology, Volume 15, Number 2, February 2015, pp. 1793-1800(8). DOI:https://doi.org/10.1166/jnn.2015.9002

Lukacs GL, Haggie P, Seksek O, et al. Size-dependent DNA Mobility in Cytoplasm and Nucleus. CELL BIOLOGY AND METABOLISM VOLUME 275, ISSUE 3, P1625-1629, Januar 2000. DOI: https://doi.org/10.1074/jbc.275.3.1625

Wo kann ich die Erkenntnisse der unabhängigen Arbeitsgruppen einsehen?

McKernan und Speicher haben ihre Ergebnisse samt Prozeduren vollständig transparent gemacht.

Sequencing of bivalent Moderna and Pfizer mRNA vaccines reveals nanogram to microgram quantities of expression vector dsDNA per dose

DNA fragments detected in monovalent and bivalent Pfizer/BioNTech and Moderna modRNA COVID-19 vaccines from Ontario, Canada: Exploratory dose response relationship with serious adverse events

Buckhaults hat zu seinen Erkenntnissen vor dem Ausschuss für medizinische Angelegenheiten im Senat von South Caroline (USA) ausgesagt.

Senate Medical Affairs Committee Video Archives

Verschiedene Autoren sammeln auf Substack und Twitter Informationen bzw. stellen Ergebnisse anderer Arbeitsgruppen zur Einsicht zur Verfügung.

Kevin McKernan Substack & Twitter

David Speicher Substack & Twitter

Phillip Buckhaults Twitter

Sabine Stebel Substack & Twitter

Sonya Elijah Substack & Twitter

Jessica Rose Substack & Twitter

aussie17 Substack & Twitter

a_nineties Substack & Twitter

Maryanne Demasi Substack & Twitter

Siehe auch

Pressemitteilung vom 19.12.2023: Impfstoff-Skandal: Experten fordern Klarheit über DNA-Verunreinigungen