Krise der Krankenhäuser – Schein oder Sein?

Viele Fragen, wenn man nachdenkt...

Wir regen an zum kritischen Hinterfragen des offiziellen Narrativs. Die folgenden Fragen sind Teil der 100 Fragen an Politik, Wissenschaft und Medien. Was uns dazu motivierte versuchen wir nachvollziehbar zu beschreiben – im Bewusstsein, dass es auch andere, berechtigte Sichtweisen gibt.

Die Situation in den Krankenhäusern wurde als Rechtfertigung für Impfpflicht und weitere Maßnahmen genannt, die zum Schaden vieler Menschen waren. Was war nun wirklich wahr?

Ausgehend von den allgemein bekannten Ereignissen werden ergänzende Informationen und Gedanken sowie Verbindungen zwischen Ereignissen angeführt. Quellenangaben als Fußnoten. 1

Warum sprach man vom Zusammenbruch der Spitalsversorgung, wenn die Zahl der Patienten deutlich weniger als früher war?

2020 war die Rede vom Zusammenbruch des Gesundheitssystems

  • Später berichtete der Rechnungshof auch, dass die Zahl der ambulant und stationär versorgten Patienten 2020 deutlich unter der Zahl der Vorjahre lag. 2

Warum lagen Patienten seit 2020 im allgemeinen viel länger auf der Intensivstation?

Die durchschnittliche Belagsdauer für ein Intensivbett war bis 2019 ungefähr 3 Tage. Ab 2020 stieg diese Zahl auf gute 10 Tage an. 3

  • Patienten mit Covid-19 lagen 2020 und 2021 durchschnittlich 13 Tage auf den Intensivstationen. 4 Sie belegten durchschnittlich etwas weniger als 10 % der Intensivbetten. Daher wäre zu erwarten gewesen, dass die durchschnittliche Belagsdauer insgesamt von 3 auf 4 Tage steigt. Die Gründe, warum die Menschen ab Pandemiebeginn generell mehr als doppelt so lange auf den Intensivstationen lagen, konnten nicht ermittelt werden.

Warum wurde von längeren Aufenthalten auf Intensivstationen berichtet, obwohl sie in Wahrheit gleich blieben?

Im Sommer 2021: Aus Krankenhäusern wurde berichtet, dass nun ein Corona-Patient durchschnittlich 28 Tage auf der Intensivstation liegt, was doppelt so lange war wie früher. Ursache wären die vielen jüngeren Menschen, die das Virus nun hart treffe. 5

  • Das Ministerium berichtete Anfang 2022 etwas ganz anderes: Patienten lagen im Jahr 2021 durchschnittlich ungefähr 13 Tage auf der Intensivstation, so wie auch schon 2020. 6
  • Dieser Wert sank bis Ende 2021 weiter auf unter 11,8 Tage und 2022 auf 8 Tage.

Warum lagen in der 4. Welle auf Intensivstationen fast gleich viele wie in der 2. Welle – trotz massiver Durchimpfung der Bevölkerung?

In der 4. Welle, November 2021, war die Anzahl der Covid-19-Intensivpatienten fast gleich groß wie in der Welle Ende 2020. 7 Die entscheidenden Unterschiede waren:

  • Die Delta-Variante. Von der Delta-Variante wusste die Fachwelt, dass sie trotz größerer Ansteckungsgefahr zu weniger Intensivstations-Aufenthalten führt als die früheren Varianten. Dies passte ungefähr zu dem Bild, das man nun sah.
  • Es waren nun schon über 85% der über 65-Jährigen und über 70% der Gesamtbevölkerung geimpft. Manche Beobachter hätten deshalb mit einer wesentlich geringeren Zahl an Intensivpatienten als 2020 gerechnet!

Warum sprach man immer von wesentlich mehr Corona-Opfern als es in Wahrheit gab?

Herbst 2021: Die Todeszahlen stiegen stark an. Man hatte damals aufgrund der Aussagen der Regierung und der Medien den Eindruck, dass die meisten Corona-Opfer auf Intensiv-Stationen lagen bevor sie starben, und dass sie meist ungeimpft waren.

  • Damals erfolgte die Erfassung der Corona-Toten nach folgender Regel: Nur ein positiver Test sollte relevant sein. Es war nicht relevant, ob die Corona-Infektion Schuld am Tod war, und ein „kausaler Zusammenhang“ war ausdrücklich nicht erforderlich. 8
  • In Wahrheit starben die meisten der erfassten Corona-Toten ohne vorher auf einer Intensiv-Station gewesen zu sein. 9
  • Damals war die Qualität und Vollständigkeit der Daten aus den Spitälern sehr schlecht und vieles wusste man in Wahrheit nicht, wie Public-Health-Experten immer wieder betonten. Selbst im Sommer 2022 gelingt es noch immer nur wenigen Krankenhäusern, wie den Vorarlberger Krankenhäusern, konkrete Daten zu liefern. Nach diesen waren im Frühjahr und Sommer 2022 ungefähr 80% der Corona-positiven Patienten nicht wegen Corona im Spital. 10 Wenn diese 80% dort sterben würden, dann würden sie als Corona-Tote gezählt werden. Die Bevölkerung glaubt natürlich den offiziellen Zahlen, und ihre Angst wird durch diese Irreführung unnötig verstärkt.
  • Im Sept. 2022 stellte die Regierung ein neues COVID-19-Register zur Verfügung, das auf etwas vollständigeren Daten beruhte. 11 Obwohl diese Daten den bisher veröffentlichten Daten der AGES gravierend widersprachen, wurden die alten, falschen Daten weiterhin veröffentlicht und in Medien kommuniziert. 12

Seit dem Frühjahr 2022 ist die Belegung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten auf sehr niedrigem Niveau. Viele Bürger:innen interpretierten die veröffentlichten Zahlen jedoch falsch und entwickelten dadurch eine Vorstellung von einer Gefahr, die so nicht vorhanden war und ist.

  • Während der ganzen Pandemie-Zeit konnten keine aussagekräftigen Daten in Österreich erhoben werden. Auch im Sommer 2022 werden nur von einigen Krankenhäusern, wie den Vorarlberger Krankenhäusern, konkrete Daten veröffentlicht. Nach diesen Daten sind ca. 80% bis 90% der Corona-positiven Patienten nicht wegen Corona im Spital. 13 Würden sie jedoch dort sterben, dann würden sie aufgrund der Zählregelung der Regierung als Corona-Tote gezählt werden. Die meisten Bürger verstehen jedoch unter den offiziellen Zahlen der Regierung, dass Corona zu so vielen Todesfällen geführt hatte.

Quellen

1Zu den Quellenangaben generell: Falls einzelne Links später nicht mehr funktionieren sollten oder die Inhalte sich geändert haben, können die Original-Seiten im Internet-Archiv gefunden werden: https://archive.org/web/

2https://www.gesundheit-oesterreich.at/faq/?include_tag=spitalsueberlastung

3Prammer-Waldhör M. & al. Jahrbuch der Gesundheitsstatistik <YYYY>. Bundesanstalt Statistik Österreich, 2017-2023. online: https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/gesundheit/gesundheitsversorgung-und-ausgaben/einrichtungen-und-personal-im-gesundheitswesen (Jahrbücher 2017 bis 2022)

413 Tage durchschnittlich auf Intensiv laut Behörde (die Zahlen 13 uns 11,8 stammen aus dem Bericht vom Februar und können im aktuellen Bericht anders dargestellt werden): https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:f472e977-e1bf-415f-95e1-35a1b53e608d/Factsheet_Coronavirus_Hospitalisierungen.pdf

528 Tage durchschnittlich auf Intensiv laut Medien: https://www.heute.at/s/corona-patienten-liegen-doppelt-so-lang-auf-intensiv-100159764

613 Tage durchschnittlich auf Intensiv laut Behörde (die Zahlen 13 uns 11,8 stammen aus dem Bericht vom Februar und können im aktuellen Bericht anders dargestellt werden): https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:f472e977-e1bf-415f-95e1-35a1b53e608d/Factsheet_Coronavirus_Hospitalisierungen.pdf

7https://www.gesundheit-oesterreich.at/faq/?include_tag=impfung

8Handlungsrahmen – Meldung von Todesfällen: https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:0c4db1d5-e448-4d25-8a97-26fdf8c44987/COVID-19-Pandemie//_Bestandsaufnahme//_Handlungsrahmen.pdf

9https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:f472e977-e1bf-415f-95e1-35a1b53e608d/Factsheet_Coronavirus_Hospitalisierungen.pdf

10Wöchentlicher Corona-Lagebericht. Die ungefähr 80% konnte man monatelang lesen: https://www.landeskrankenhaus.at/news/lagebericht-covid-19 . Im Web-Archiv (https://web.archive.org/web/20220412120934/https://www.landeskrankenhaus.at/news/lagebericht-covid-19 ) finden sich Berichte verschiedener Wochen. Zum Beispiel waren am 11.4.2022 alle COVID-Patienten auf der Intensivstation voll immunisiert.

11https://datenplattform-covid.goeg.at/covid-19-register

12Laut Martin Sprenger (Facebook-Seite)

13https://www.landeskrankenhaus.at/news/lagebericht-covid-19 (Die Berichte aus früheren Wochen findet man im Archiv: https://web.archive.org/web/20220101000000*/https://www.landeskrankenhaus.at/news/lagebericht-covid-19 )

Siehe auch